Ein neues Haus für Kunst, Mode und Design in Berlin

Kunstgewerbemuseum Berlin - Neueröffnung 2014. Foto: Bednorz Wiedereröffnung des Kunstgewerbemuseums in Berlin am 21. November 2014.

Wiedereröffnung des Kunstgewerbemuseums in Berlin 2014

Im Rahmen einer knapp dreijährigen Schließung wurde die ständige Ausstellung des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum umgestaltet. Zur Pointierung der großen Sammlungsbestände für Mode und Design entstanden völlig neue Ausstellungsräume.

Collier de chien - Schmuckplatte mit Anemonen Collier de chien - Schmuckplatte mit Anemonen. René Lalique, Paris, 1899/1900. Gold, Glas, Email; H. © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Fotostudio Bartsch

Zweiteiliges Abendkleid ›Boissy‹. Jeanne Paquin, Paris, 1912.Zweiteiliges Abendkleid ›Boissy‹. Jeanne Paquin, Paris, 1912. Seide, Baumwolle; Länge Überkleid: 1 Schleppe: 158 cm. – Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Stephan Klonk.

Zwei Glastüren. Berlin 1919.Zwei Glastüren. César Klein (Entwurf), Berlin Ausführung: Firma Puhl & Wagner – G. Heinersdorff, Berlin, 1919. Farbiges Glas, teilweise bemalt, verbleit; Höhe: 269 cm © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Arne Psille

Das Kunstgewerbemuseum setzt Zeichen

Mit seiner Wiedereröffnung wird das Kunstge­werbe­museum als ältestes Museum seiner Art in Deutschland mit seinem Besitz großartiger Schätze des Mittelalters nun auch die Gegen­wart stärker vorstellen und neben zeitgenös­sischem Design nunmehr seinen Schwerpunkt auf seine umfangreichen Modesammlungen legen. Das Lüneburger Ratssilber und der Welfenschatz sind die berühmtesten Glanzlichter des Hauses. Neben den Kunstkammerstücken, Porzellanen, Möbeln – wie etwa dem Kabinettschrank des Möbelkünstlers David Roentgen für den Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. – wird nun eine weitere bedeutende Sammlung der Öffentlichkeit präsentiert – die Mode. Von Reifröcken und Roben des 18. Jahrhunderts bis hin zu Kleidern von Coco Chanel und Yves Saint Laurent wird der Wandel der Moden in Europa präsentiert.

Berlin erhält zum ersten Mal eine ständige, thematisch umfassende Modeausstellung. Mit wechselnden Modethemen wird das Kunstgewerbemuseum am Kulturforum die für die Modestadt Berlin ersehnte „erste Reihe“ in der Haute Couture der Gegenwart unterstützen und dem wichtigen Wirtschaftsfaktor Mode durch seine (des Museums) historischen herausragenden Objekte ein guter Resonanzboden für die Vermarktung der Modestadt Berlin sein können. Damit erhält das Kulturforum eine neue richtungsweisende Zugabe im Hinblick auf die Kunstmetropole Berlin und die Berliner Museumslandschaft gewinnt mit den Mode-Sammlungen kompetenten Input für alle Fragen der Modegeschichte.

Neue Orientierung für die Zukunft

Die Neuausrichtung des Museums steht thematisch im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Kulturforums. Mit der Vielfalt der Exponate, Stile und Materialien können die unterschiedlichsten Themen angesprochen werden. Ob Kunstkammer, Mode, Porzellan oder zeitgenössisches Design: Hier entsteht ein lebendiges Forum zur Diskussion über Lifestyle und die Trends von gestern und übermorgen. Mit einem spannenden Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm sollen unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen angesprochen werden. Als Museum für Kunst, Mode und Design versteht sich das Haus als Schnittstelle zur Kreativwirtschaft, für die Berlin der wichtigste Standort in Deutschland ist. Das Kunstgewerbemuseum richtet sich bewusst an die Akteure der in Berlin expandierenden Mode- und Designszene und alle Mode- und Designinteressierten. Die Zusammenarbeit mit Modeschulen, Designhochschulen, aber auch in der interdisziplinären Forschung an den Universitäten wird verstärkt. Von Anfang an eine visionäre und vorbildliche Einrichtung in Berlin, zeigt das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin auch heute, dass es den aktuellen Entwicklungen in Kunst, Mode und Design gegenüber aufgeschlossen ist.

Kunstgewerbemuseum Berlin

Kunstgewerbemuseum
Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Tel.: +49 (0)30 / 266 42 42 42
Mo - Fr 9 - 16 Uhr

Öffnungszeiten:
Wiedereröffnung am 21.11.2014

 
Kabinettschrank, sogenanntes Walbaum-KabinettKabinettschrank, sogenanntes Walbaum-Kabinett. Werkstatt des Matthias Walbaum (Silberdekor), Aus Ebenholz, massiv und furniert, Silberdekor, die reliefierten Teile gegossen, teils vergoldet; Höhe: 72,3cm. © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Stefan Büchner.
Damenkleid ›robe à la française‹. England, um 1765.Fernsehgerät HF1. Herbert Hirche (Entwurf), Stuttgart, 1958. Links: Damenkleid ›robe à la française‹. England, um 1765. Seide, Silber; Länge Manteau: 151 cm. © Kunst-gewerbemuseum / Stephan Klonk. Rechts: Fernsehgerät HF1. Herbert Hirche (Entwurf), Stuttgart, 1958. Ausführung: Braun AG, Frankfurt/Main. © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Saturia.
 
 
Feuertonnen BockhackerEmailarbeiten - Schalen, Dosen, Schmuck - Olaf SanderGlaskunst KonradLedertaschen Karin Scholz

Messen und Märkte 2017

Grassi-Museum Leipzig Grassi-Museum 22.4. - 14.10.2017. "Frühchinesische Keramik. Die Sammlung Heribert Meurer." Ausstellung im Grassi-Museum Leipzig

Keramiktage Oldenburg 2017 Int. Keramiktage Ol­den­burg. 5.8. - 6.8. Internationale Keramiktage mit über 120 Keramikern auf dem Schlossplatz von Oldenburg.

Goslar. 5. 8. - 6.8.
30. Kunsthandwerkermarkt rund um die Markt- und rund um die Jacobikirche mit rund 155 Ständen.

Michelstadt. 25. 8. - 27.8.
KunstHandwerk Odenwald in Michelstadt mit 33 Ausstellern auf hohem Niveau.

Kunsthandwerkermarkt FineArts Schloss Lembeck FineArts Schloss Lembeck. 26.8. - 27.8. Kunstmarkt auf Schloss Lembeck mit rund 160 Kunsthandwerkern, Designern und Künstlern.

Aachen. 2.9. - 3.9.
Europamarkt in der hist. Altstadt von Aachen mit rund 300 Kunst­handwerkern und Künstlern.

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