Seide statt Sünde. Museum Schnütgen 2014

Gefäss/Skulptur - deutsche und internationale Keramik seit 1946 Seide statt Sünde. Die Gewänder der Priester. 13.Mai 2013. bis 24.August 2014

Seide statt Sünde. Die Gewänder der Priester.

Das Museum Schnütgen in Köln zeigt mit der Ausstellung "Seide statt Sünde" noch bis zum 24. August 2014 die feierliche Kleidung der Priester zur Vorbereitung auf den Gottesdienst. Dabei werden mittelalterliche Gewänder gezeigt und das Ritual des Anziehens aus religiöser Perspektive erklärt.

Kaffekanne um 1950. Koch & Bergfeld Portrait Alexander Schnütgens in Chorkleidung,
Leopold Graf von Kalkreuth, 1910, Museum Schnütgen
© Rheinisches Bildarchiv, Köln

Mokkakanne Silber mit Gujakholz. Silberschmiede Anton Michelsen 1957.Albe (Untergewand), Benediktinerinnenkloster Engelberg, Schweiz, um 1300 – 1310, Museum Schnütgen © Simon Vogel, Köln.

Mokkakanne Silber mit Gujakholz. Silberschmiede Anton Michelsen 1957.Sogenannter Kamm des Hl. Heribert aus Elfenbein, Metz, um  850-900, Museum Schnütgen. © Rheinisches Bildarchiv, Köln

Mit „Seide statt Sünde“ gelangen seltene kirch­liche Gewänder des 14. und 15. Jahrhunderts aus der bedeutenden Textilsammlung des Museums wieder ans Licht. Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit jedoch nicht nur auf die eigentliche Messfeier, sondern vor allem auf den Moment vor dem Gottesdienst. Vor den Augen der Allgemeinheit verborgen legte der Priester seine Alltagskleidung ab und bereitete sich zurückgezogen in einem feierlichen An­kleideritual auf die Messe vor. Seine kost­baren Gewänder unterschieden sich schon im Mittel­alter stark von der Alltagskleidung. Jedes einzelne Gewandstück war fest in den genau vorgeschriebenen Ankleideprozess eingebunden, bei dem der Geistliche symbolisch die Sünden und Versuchungen des Alltags ablegen sollte.

Die eindrucksvollen Gewänder und erlesenen Schatzkunstobjekte laden dazu ein, dem
mittelalterlichen Kleriker bei seiner spirituellen Verwandlung zu folgen. Zu den Höhepunkten der Präsentation zählen eine Gruppe zarter weißer Untergewänder eines Geistlichen aus dem 14. Jahrhundert und zwei reich verzierte, leuchtend blaue Festkleider aus der Kirche St. Andreas in Köln. Der kostbare Heribertkamm, eine filigrane Elfenbeinschnitzerei aus dem Schatz der Abtei St. Heribert in Köln-Deutz, und ein mit Korallen
und Flussperlen besticktes Ziborium (Kelch für die geweihten Hostien) bereichern die Sonderschau ebenso wie ein Tafelgemälde aus St. Ursula. Zwei Fotoleihgaben von Herlinde Koelbl spannen den Bogen in die Gegenwart und regen dazu an, sich mit den eigenen Kleidungsgewohnheiten im Alltag auseinanderzusetzen.

 


„Seide statt Sünde“
Feierliche Kleidung zur Vorbereitung auf den Gottesdienst

13.5.2013 – 24.08.2014
MuseumSchnütgen
Cecilienstraße 29-33
50667 Köln

Tel.: +49 (0)221 / 221-31361
www.museenkoeln.de/museum-schnuetgen/

Öffnungszeiten:
Di - So 10 - 18 Uhr
Do 10 - 20 Uhr (1.Do im Monat bis 22 Uhr)

Eintritt: 6€, ermäßigt 3,50 €

Feuertonnen BockhackerEmailarbeiten - Schalen, Dosen, Schmuck - Olaf SanderKeramikgeschirr & GebrauchskeramikGlaskunst Konrad

Messen und Märkte 2014

Grassi-Museum Leipzig - Jugenstil aus NürnbergGrassi-Museum 11.7.- 19.10.2014. "Edles Schimmern. Silber zwischen Jugendstil und Gegenwart."

Töpfermarkt Gmunden Gmunden. 29.8. - 31.8.  26. Öster­reichischer Töpfer­markt mit zahl­rei­chen europäischen Keramikern und Töpfern aus dem Gastland Polen.

Naumburg. 30.8. - 31.8.
23.Töpfermarkt mit rund 70 Werkstätten auf dem histo­rischen Marktplatz von Naumburg.

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